Presslufthammer

15Sept2014

Bonjour, Bonne matin

07 heures 45 geweckt durch einen Presslufthammer.

Nach einem schoenen Sonntag mit einem tollen Besucher aus Deutschland fiel man nach der RER Fahrt geschafft ins Bett und hatte gerade gefuehlte zwei Minuten die Augen geschlossen als sich folgendes ereignete: drei Maenner gekleidet in Neonwesten bahnten sich mit schwerer Geraetschaft den Weg in eine franzoesische Stadt, noch versunken im Tiefschlaf, langsam aber sicher sollte dieser Friede gebrochen werden. Mein Besuch; der von Frankreich ohnehin nicht so ganz ueberzeugt ist sollte nun einen weiteren Kulturschock erleben: leichtes Viebrieren der Waende ging ja noch, dann aber von null auf hundert dachten wir, dass der dritte Weltkrieg jetzt wirklich angefangen haette. Nachdem auch ich diese Art von Kulturschock nach einem Monat dann doch zu krass fand und stampfend aufgesprungen war beschloss ich einfach wach zu bleiben, da ich eh arbeiten musste. Ein kurzer Blick durch die Fesntelaeden und dann: Fast erscheinen mir solche Situationen wieder suess, denn dort stehen einfach drei provisorisch angezogene Arbeiter und hantieren am franzoesischen Betonboden rum, Gott diese Situationen sind so schwer zu beschreiben, aber sie geschehen mit so einer Selbstverstandlichkeit, mit so einem ernsten Gesichtsausdruck, dass man nicht so boese sein kann, denn man nimmt es ihnen ab den Franzoesen, dass sie es einfach so tun. Wie soll ich das Gefuehl von welchem ich spreche bschreiben: Sie gucken nicht genervt,wie ein deutscher Bauarbeiter, sie stehen sort und arbeiten und es ist so als waere es keinen Frage, ob man um '07 h 45 aber gar nicht sowas machen darf'. Es wird einfach gebohrt und mein Haus wackelt weiter und nebenan machen die Laedchen auf, die Menschen machen sich auf zur Arbeit und die Sonne faengt an zu strahlen. Wenn man einen wundervollen Menschen hat, der zu Hause wartet, einen halben Arbeitstag frei und weiss, dass man heute in das Louvre geht dann scheisst man auf den Presslufthammer.

Eine gute Woche wuensche ich allen 

Aeroports et autre choses

10Sept2014

Bonjour, nun ein Eintrag nach dem Wochenende, um aber einmal etwas wirklich Inhaltliches zu erzaehlen, denn was ich wirklich hier in FRankreich genau tue habe ich noch nciht erwaehnt. 

Normalerweise arbeite ich unter der Woche im Buero, wo ich die ersten Wochen esrtmal bei Vorbereitungen fuer die Ankunft von 250 Austauschschuelern in Frankreich mitgeholfen habe; das heisst man glaubt kaum was wirklich hinter einem auslandsaufenthalt steckt, bevor die Jugendlichen erstmal da sind; Zugtickets fuer die Weiterfahrt bestellen, VISA einordnen, Bewerbungen von franzoesischen Gastfamilien uebersetzen, 30 Betreuer zusammenkriegen , 12 Busse bestellen.

Das waren nur die Vorbereitungen,

dann am Fraitag ging es richtig los; ich hatte das Glueck erst um 15 uhr fuer den Abholdienst von 30 Neuankoemmlingen eingeteilt zu sein, dennoch ist wichtig zu sagen, dass die ersten um 05 Uhr morgens ihre Wege nach Charles de Gaulles fanden und somit war einer dr anderen franzoesischen Betreuer vor Ort. Waehrenddessen, ein bisschen spater, gegen 9:30 schlich ich durch das Viertel, in dem fuer die Jugendlichen und fuer die Betreuer die Unterkunft lag und kam vorbei an vielen Schuhpaaren, die noch vom letzten (illegalen?) Strassenmarkt nach der Ankunft der Polizei uebrig geblieben waren. Gefuehlte dreimal um den selben Kreisel gegangen entschloss ich mich ( wie immer , auch wenn ich nur etwas direkt vor meiner Nase in Paris suche ) den Weg zu erfragen. Der Monsieur war auesserst freundlich , aber mit Richtungen auch RICHTIG zu erklaeren kann es ab und an schwer werden.

Irgendwann habe auch ich dann meinen weg gefunden und hatte eigentlich gar keine Lust auch noch am Wochenende zu arbeiten. Aber na gut, nachdem ich meine Sachen demotiviert auf mein Zimmer gebracht hatte bemerkte ich erst wie verdammt viele Menschen schon dort waren. Um 13:30 bekam ich ein Billet der Zone 5 in die Hand gedrueckt, zog mein T-Shirt zur Erkennung an und machte mich auf zum riesigen, unbekannten Flughafen. Nach einer Stunde, schon voellig paranoid ich koennte das erste Fluegzeug verpasst haben kam ich im Terminal an , wo auch schon das Disneyland Paris in peinlicher Montur nach Touristen fahndete. Von anderen freiwillgen Betreuern wurde mir in Form der Info, dass das Flugzeug eh zu spaet ist eine Beruhigungstablette verabreicht- erst nachdem das erste Flugzeug ankam bemerkte ich : NOCH 4 STUNDEN, denn es galt noch auf weitere Jugendliche zu warten. Etwas aengstlich schaute ich die Oesterreicher an; denn sie wusste noch nichts von ihrem Schicksal das sich WARTEN nennt.

Irgendwie gingen dann aber auch diese Stunden rum und ich traute mich wieder zu atmen.

Nur noch auf eine andere Gruppe mit einer anderen Betreuerin warten und schnell in den Bus. Nach 20 Anrufen, wo wir uns denn treffen wuerden; packten wir es endlich und auf ging es zum Bus. Langsam stellte sich bei mir eine Art kleines Stolzgefuehl ein und ich war schon selig, als Marie (Betreuerin) mir mitteilte: Attention, zwei von dir fehlen. bum bum bum Flughafen, gross, suchen, shit, wo. 

Ich rannte los und da kamen sie auch schon aus dem Aufzug, ich erstmal ein bisschen angepisst sagte, dass ich dafuer schon ein bisschen Probleme bekommen kann und merkte direkt eine Sekunde spaeter, dass ich nicht mehr 8 bin: Dass ich hier auch einmal Verantwortung hatte.

Das war ein kleiner Klickeffekt, denn ich merkte zum ersten Mal, dass ich eine wichtige Aufgabe habe. Am Ende kamen wir alle noch gut an; die weiteren Tage des Wochenendes fuellten sich damit, Paris anzuschaun, offenen Wlan-verbindungen zu suchen und in kleinen Gruppen alles wichtige mit den Gastkindern durchzugehen.

Merci pour cette experience

Frankreich- nun reden wir mal von diesem Land und nicht immer nur von Paris

07Sept2014

Es ist nicht einfach in diesem Land, denn es ist nicht geradem es hat so viele Kanten und Ecken. Bürokram ist so schwer zu schaffen; Anträge, Alles. Und als Deutscher kennt man Unordnung der Bürokratie nur von zu Hause, aber nicht von Ämtern. Aber dieses Wochenende während ich mich durch den Metroduschungel zur Jugendherberge in Paris geschleppt hab, um auf 250 neue ''Franzosen'' zu warten und mich sehnlichst nach dem nächsten Wochenende irgendwo zwischen Pissegeruch und der Frau mit der Chaneltasche umsah bemerkte ich während der Fahrt zum CDG Aeroport eins : Ich mag ungerade Sachen: ich mag es, dass ich am rattern meines RER wiedererkenne wie alt die Kiste ist, dass ich den Weg nicht finde und immer ankommen, aber dann ganz neue Sachen sehe, dass man kaffee aus müslischalen trinkt und, dass ein gleich gleich heißt. Ja , ich bin dabei Baguette zu suchten und nicht mehr zu sterben, wenn ich etwas nicht finde. Frankreich du hast potenzial, nur deine Kriminalität und Armut tun doch weh.

En Allemgane il ya la culture et la vie que me manquent, et en France ce sont les personnes qui me manquent incroyablement.

Nach Tagen der Arbeit wieder einmal losgehen

28Aug2014

Nach gefuehlten 3000 Stunden, die ich damit verbracht habe Dinge im Buero zu sortieren, zu tackern, also grob gesagt Memory zu spielen, bin ich gestern Abend einmal weiter weg gekommen als bis zum Supermarkt an der Ecke. An der metrostation belleville habe ich mich nach all den Jahren im Buero endlich einmal mit Menschen getroffen, die nicht den ganzen Tag auf Computer gestarrt haben- Was eine Abwechslung! Unsere Gruppe bestand aus  Suedamerikanern, Asiaten, Niederlaendern und Deutschen. Als wir beim im Internet als auch fuer junge Menschen angepriesenen,bezahlbaren Bistro aux folies angekommen waren schien es zunaechst, als waere es unter all den Menschen, die das fuer pariser Verhaeltnisse guenstige Bier genossen unnmoeglich noch einen der Plastiktischchen und Stuehle zu erlangen. Aber durch den typisch deutschen Pessimimus kurz vor dem Umdrehen werden wir auch schon gefragt, wie viele wir denn sind und sofort wird uns Platz gemacht. Beim Sitzen wurde mir erst bewusst, dass ich es in einen Stadtteil geschafft hatte, welcher nicht von Touristen eingenommen ist , wow endlich mal wie ein Pariser sein Bier trinken. Das Bistro liegt an einer Strasse, die von chinesischen Geschaeften umgeben zu sein scheint, man kann es auch quartier chinois nennen, ueberall sind grafittis und malereien, schoener ort um den arbeitstag gut ausklingen zu lassen. Nun zu einer Sache, die diesen Ort von Deutschland unterscheidet: Alle 2 Minuten wird man auf Einmal von hinten erschreckt durch ein paar Obdachlose, die nach argent fragen und die man einfach egal was man sagt nicht los wird, das ist etwas nervig an der ganzen Sache dort. Aber zurueck zum Bier, Radler besteht hier aus 2/3 Limonade und nur 1/3 Bier, dann ist man das erste mal gluecklich ueber das deutsche Bier, welches einfach dem Namen gerecht wird. Gut, also das war der abend im aux fulies

Bis bald- a bientot.

D

Paris 1

24Aug2014

Na da bin ich ja wieder .

Nur jetzt auf einmal in einem Vorort von Paris und ich sitze in meinem Apartment, welches nur 2 Räume besitzt, weil man eine Pappmascheewand hindurch gezogen hat. Ich habe aber keine Lust auf diesen typischen Unterton, der Ironie, die eh nur genutzt wird um am Ende zu bestärken, dass man ja trotz der Mängel mit dieser Trennwand leben kann. Meine Scheiße. Ich muss meine französische Trennwand nicht erst verdammen, um sie dann wieder ankriechend doch anzunehmen, um mich als ein bescheidener Mensch dazustellen, so. Ich kann hier mit der Wand klarkommen und auch mit meiner RER, ich habe sogar nach kurzer Zeit schon zu meiner Bahnlinie eine Verbindung- na also. Nur mit den Carrefourpreisen, den Nachtbussen und den einfach verglasten Fenstern hadere ich noch.

Bis dahin bonne week end encore.

Bald geht es los

07Aug2014

Dies ist der erste Eintrag in meinem neuen Blog. In Zukunft werde ich hier über meine Erlebnisse im Ausland berichten.